In WordPress existiert ein Mechanismus, der die Veröffentlichung steuert.
1. Grundprinzip
Man legt eine e-mail-Adresse an, die ausschließlich von WordPress genutzt wird, um die Blogeinträge zu empfangen. Eigentlich logisch, man schickt den Eintrag an seine WordPress-Installation. Wichtig ist, daß man die e-mail Adresse niemandem bekannt gibt, und auch, daß man die Post nicht selbst abholt. Wenn man also mit seinem eigenen e-mail-Programm den Account testet, muß man die Verbindung nach dem Test wieder lösen. Also, wir nutzen beispielsweise die absichtlich kryptische Adresse sjhdkfh@Mein-Katzenblog.de.
Zur Erinnerung: einen E-Mail-Account legt man über die Webkonsole an, die der Provider zur Administration der Webseite bereit stellt.
1. Einstellungen
In den WordPress-Einstellungen gibt man WordPress den Account bekannt. Der Vorgang ist vergleichbar mit der Einrichtung im eigenen E-Mail-Programm.
2. Test
Man schreibe eine E-Mail an die Adresse und rufe anschließend die Unterseite wp-mail.php seines Blogs auf (also z.B. http://Mein-Katzenblog.de/wp-mail.php). Es erscheint eine kurze Nachricht, ob bzw. daß die Nachricht verarbeitet wurde. Im Administrationsbereich muß der Artikel dann erscheinen.
3. Automatischer Empfang
In normalen Hosting-Umgebungen hat WordPress keine Chance, automatisch in bestimmten Zeitabständen nach e-mails zu suchen. Hierzu gibt es einen Trick: man sorgt einfach dafür, daß bei jedem Blogaufruf die oben genannte Seite aufgerufen wird. Dies erreicht man, indem man den folgenden Eintrag (natürlich mit angepaßter Webseitenbezeichnung) in die footer.php des benutzten Themas aufnimmt.
<iframe src="http://Mein-Katzenblog.de/wp-mail.php" name="mailiframe"
width="0" height="0" frameborder="0" scrolling="no" title=""></iframe>
Ich habe es vor <?php do action('wp_footer'); ?> aufgenommen. Es wird evtl ein wenig vom Theme abhängen, wo es paßt.
Achtung: bei Blogs mit großen Zugriffszahlen könnte ich mir vorstellen, daß der ständige Aufruf des Mailempfangs nicht unproblematisch ist.
4. Authorisierung
Theoretisch kann jeder Einträge an den Blog senden, der die E-Mail-Adresse kennt. WordPress benutzt jedoch einen weiteren Mechanismus, um festzustellen, ob der Mail-Sender authorisiert ist, Blogeinträge zu veröffentlichen.
Dabei wird die Sender-Adresse gegen die Liste der bekannten E-Mail-Adressen geprüft, also gegen die Adressen aller eingetragenen WordPress-User. Kann die E-Mail-Adresse identifiziert werden, wird der Blogeintrag direkt veröffentlicht. Falls nicht, bleibt er als Entwurf zunächst unveröffentlicht.
Wichtig ist also, daß man für alle Adressen, unter denen man evtl. versenden möchte, einen User in WordPress anlegt und die E-Mail-Adresse hierbei angibt.
5. URL
Was ich als kritisch empfinde, ist die Tatsache, daß man keinen Einfluß auf die URL nehmen kann. Normalerweise empfiehlt es sich ja, den "Vorschlag" von WordPress zu überprüfen. Wenn ich einen Eintrag "Meine Katze hat mal wieder Flöhe" schreibe, nimmt WordPress alle Wörter in die URL auf und verschluckt noch ggf. die Umlaute. Ich würde dann beispielsweise zu Katze-wieder-Floehe korrigieren.
Eine Korrektur im Nachhinein hat jedoch immer das Problem, daß die ursprüngliche URL des Eintrag schon per Ping an die Welt geschickt wurde und der Eintrag (eigentlich natürlich erwünscht) schon in Suchmaschinen zu finden ist.
6. Offene Punkte
Wenig Erfahrungen habe ich bisher beim Layout gemacht. Der erste Versuch, diesen Eintrag per Mail zu erstellen, ging in die Hose, da alle Umlaute verloren gegangen sind und ich dann manuell nacharbeiten mußte. Vielleicht gibt es noch die Möglichkeit, das zu konfigurieren …