Vergleich Suchmaschinenoptimierung Fuhrpark-und Logistik-Optimierung
Mittwoch, 13. August 2008 | Autor: admin
Einleitung
Suchmaschinenoptimierung ist ein schwieriges Thema. Viele schwarze Schafe bieten undurchsichtige Leistungen an. Jeder weiß, was Pferdestärken sind und kann eine Tonne als Gewichtseinheit halbwegs einordnen. Man würde stutzig, wenn jemand anbieten würde, zehn Tonnen Waren in einem Kleinbus über Fahrradwege zu transportieren. Im Bereich der Webseiten gibt es viele Gegebenheiten, die eigentlich auch nicht schwieriger zu verstehen sind. Ein Aufzeigen von Parallelen zwischen Suchmaschinenoptimierung und Fuhrpark-Optimierung soll beim Verständnis helfen.
SEO (Suchmaschinenoptimierung)
Das Ziel ist, Inhalte möglichst effizient an möglichst viele Zielkunden bringen. Wegen der großen Dominanz von Suchmaschinen zu diesem Zweck ist die vernünftige Platzierung ein essentieller Bestandteil.
F&L (Fuhrpark & Logistik):
Das Ziel ist, Personen und Lasten möglichst effizient zu den Zielorten bringen. Wegen der großen Dominanz von Straßen zu diesem Zweck ist die vernünftige Nutzung dieser ein essentieller Bestandteil.
SEO: Unterscheidung OnSite / OffSite
Optimierungsmöglichkeiten betreffen einerseits die zu optierenden(n) Webseite(n), andererseits die Infrastruktur außerhalb (im Wesentlichen Links)
F&L: Unterscheidung Fahrzeuge / Straßennutzung
Nur mit wirtschaftlichen Fahrzeugen mit der entsprechenden Geschwindigkeit und/oder Ladekapazität kann man die Ziele erreichen. Genauso wichtig ist aber der durchdachte Einsatz, die besten Straßenverbindungen, die wirtschaftliche oder ansonsten zielführende Fahrweise.
SEO: Onsite / die technische Implementierung
Mit einer vermurksten Website sind Hopfen und Malz verloren. Es scheint viele Webdesigner zu geben, die die Notwendigkeit einer suchmaschinentauglichen Website noch nicht erkannt haben oder nicht in der Lage sind, eine solche zu erstellen. Richtigerweise analysiert der SEO die Situation und erkennt Probleme wie kryptische/dynamische URLs, unzugängliche Inhalte (Frames, z.T. Flash), schlechtes Markup (keine Nutzung von Überschriften, Betonungen), fehlende Möglichkeiten, individuelle Seitentitel und Beschreibungen zu vergeben usw. Die richtige Schnittstelle zwischen SEO und Webdesign zu finden, ist ein Problem, insbesondere wenn fehlendes Know-How beim Webdesigner (und nicht inhaltliche Anforderungen) zu einer untauglichen Implementierung geführt haben.
F&L: Fahrzeuge / die technische Implementierung
Ein Fahrzeughersteller, der keine wettbewerbsfähigen Fahrzeuge anbietet, die also einen Verbrauch und sonstige Wartungskosten im Rahmen des Marktumfelds bieten, und weiterhin über entsprechende Nutzungsmöglichkeiten und Fahrleistungen verfügen, verschwindet vom Markt. Tuning ist eine existierende Dienstleistung, die aber bei normalen Transport und Reiseaufgaben keine Rolle spielen dürfte. Man kauft schon das passende Fahrzeug. -> der Unterschied zur SEO liegt m.E. daran, daß die grundsätzliche Tauglichkeit einer Webseite für Suchmaschinen dem Normalnutzer nicht klar ist. Der "Normalnutzer" ist aber immerhin Unternehmer oder gar im Unternehmen auf Internet spezialisierter Mitarbeiter. Der sollte die wenigen grundsätzlichen Dinge, wie oben erwähnt, kennen. Der Verantwortliche für den Fuhrpark weiß ja auch, was Leistung, Höchstgeschwindigkeit sind, welche Komfortfaktoren es gibt und was Nutzlast, Anhängerlast usw. sind.
SEO: Onsite / die Inhalte
Das ist oft trivialer als es scheint. Suchmaschinen erzwingen eine gewisse Textlastigkeit, funktionieren aber ansonsten am besten im Sinne des Seitenbetreibers, wenn die wichtigsten Begriffe erstens überhaupt auf den Seiten vorkommen, zweitens an prominenten Stellen (Überschriften, betont), und drittens nicht unnatürlich oft. Eine Abqualifizierung von "SEO-Text" seitens PR-Agenturen oder Textern ist nicht hilfreich. Eine Seite eines Installateurs in Hildesheim muß an prominenten Stellen beispielsweise die Worte "Badinstallation" und "Hildesheim" beinhalten. Da führt kein Weg daran vorbei – und die Kunst ist, trotzdem ansprechend zu texten. Die Optimierung läuft hier mit der OffSite-Optimierung zusammen, denn je nachdem, wie man externe Verweise unterbringt, macht es Sinn, entsprechende Zielseiten darauf auszulegen.
F&L: Fahrzeuge / Beladung bzw. Nutzung
Auch hier ist zumindest das Grundverständnis trivial. Man lädt im Rahmen der Kapazitäten und vorgesehenen Lademöglichkeiten. Jemanden auf dem Schoß auf eine Dienstreise zu nehmen oder auf einen LKW oberhalb des Aufbaus nochmals Stücke festzuzurren, macht keinen Sinn. Natürlich spielt hier die Straßennutzung bzw. Routen eine große Rolle, d.h. auch hier ist die Schnittstelle zwischen den "On-" und "Off-" Entsprechungen.
Der Vergleich macht hoffentlich klar, daß es genausowenig Sinn macht, Inhalte in eine Seite zu stopfen, die dafür nicht ausgelegt ist (Stapeln auf dem Dach?), oder vermeintlich unsichtbaren Text (versteckte Person im Kofferraum?) aufzunehmen, oder sonstige Tricks zu benutzen. Wichtig ist auch das Verständnis, ob ein Anbieter wirklich Optimierung anbietet, oder eigene Kapazitäten hinzufügt. Was nicht per se schlecht sein muß, es muß eben transparent sein.
SEO: OffSite
Im Wesentlichen geht es darum, möglichst thematisch passende und nach weiteren Kriterien "gute" (die genaue Definition würde hier zu weit führen) Links zur eigenen Seite zu beschaffen.
F&L: Straßennutzung
Nur ein paar Stichworte für die Kriterien: Route, Straßensituation (Staus), Terminsituation, wirtschaftliches Fahren … -> bzgl. der Straßennutzung erkennt jeder, wenn er ein Angebot bekommt, seine 40 Tonner über einen Feldweg an einem Grenzübergang mit Wartezeit vorbeizulotsen. Im Bereich Webseitenoptimierung ist es schwieriger zu verstehen, also sollte man genau nachfragen, was gemacht werden und wie das geschehen soll. Für Intransparenz ist die Sache zu heikel. (auch wenn weniger die Gesetze als die Richtlinien der Suchmaschinenbetreiber eine Rolle spielen – eine "Bestrafung" (=Ausschluß oder schlechteres Listing) kann aber extreme Folgen haben.

