Michael bei Spock

Samstag, 16. Februar 2008 | Autor:

Ich hatte in einem früheren Beitrag schonmal über Spock & Yasni geschrieben, ein nettes Paar von Diensten, die versuchen, die in Suchmaschinen und Profilen von sozialen Netzwerken verfügbaren Informationen zu umfassenden Personenprofilen zu bündeln.
Ich hatte mich zunächst mit Yasni (.de) beschäftigt und bin erst später auf Spock (.com) gestoßen. Da grinst mich bei der Suche nach Michael Mertens ein bekanntes Gesicht an, nämlich meins. Mein Alter steht auch korrekt dabei. Und ich dachte immer, ich passe auf, welche Informationen ich wo freigebe und welche Dienste ich benutze…

Michael Mertens bei Spock

Mit der Angabe unter dem Bild sagt mir Spock aber eindeutig, wo das Problem zu suchen ist: MySpace.
Tja, ich bin kein Teenager, kein Musiker, was in aller Welt mache ich bei MySpace? Schauen, ob man da Links auf seine Webseiten unterbringen kann, muß ich verlegen antworten (hab keine Möglichkeit gefunden…).
In einer Mischung aus eigener Dummheit, so viele Angaben zu machen, und mangelnder Sensibilität für Datenschutz seitens MySpace sind dann die folgenden Angaben entstanden:
 
Michael Mertens bei Myspace
  
Also, das Foto habe ich hochgeladen, ist ja auch das, was in meinem Xing-Profil benutzt wird, und somit eins von zwei mir bekannten Fotos im Internet, die mit meinem Namen verknüpft sind und mein Gesicht zeigen. Das Alter und meine Größe habe ich angegeben, sogar das Sternzeichen. Daß ich Single sei, reimt sich das User Interface von MySpace allerdings zusammen. Es müßte “keine Angabe” da stehen wie bei “Kinder”. Allerdings ist die Antwort als ein Satz von “Radio Buttons” realisiert, die “keine Angabe” nicht zulassen. “Single” ist einfach die erste Antwort.
Hat schon jemand meinen Namen erspäht? Nein, jetzt kommt nämlich das Ärgerliche:
 
Michael Mertens bei Myspace
  
Bei meinem Namen steht “Der xxxname ist privat und wird nur zum Suchen benutzt”. Wenn man mal darüber nachdenkt, kann man darauf kommen: wer den Namen in die Suchmaske eintippt, kommt auch zum Profil. Aber wie kann man das noch “privat” nennen?
Also, ich denke, ich habe eine Lektion gelernt (oder auch nicht, wenn ich das jetzt wieder hier im Weblog verbreite?).
Zu welchem Preis? Zusätzlich zu den öffentlichen Teilen meines Xing-Profils ist eben jetzt mein Alter noch öffentlich geworden (und irgendwann in diesem Jahr wird’s schon nicht mehr stimmen!). Was ist das schon gegen meine Aussage gestern im Hundeforum, daß ich als Zweitwagen einen Fiat-Multipla fahre? Peinlicheres kann ja gar nicht mehr über mich ans Licht kommen…

Tags »

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Web 2.0

Diesen Beitrag kommentieren.

2 Kommentare

  1. Eine weitere Personensuchmaschine ist 123people.com auch wenn es dich dort momentan wohl noch nicht gibt.
    Ich denke durch Werkzeuge wie Yasni und Co wird vielen Leuten erst richtig bewusst, welche Informationen sie im Netz hinterlassen, und wieviel eigentlich über sie bekannt ist.

  2. 2
    Lars 

    Erschreckend welche “Mist” man so im Keller hat.
    Wenn die Betreiber der Plattform es nun noch schaffen, dass nur aktuelle Daten gelistet werden, könnte sich das auch als Chance bei der Gestaltung eines eigenen Netz-Profils erweisen. Viele der Verweise sind nicht mehr gültig oder auf der Ergebnisseite nicht mehr erkenntlich. Das spricht auch nicht gerade für die Qualität und die Reputation der Suchmaschine. Schon mal gefragt, was mit Namensvettern ist? Wie werden diese kenntlich gemacht? Das ist nicht so leicht ersichtlich.

Kommentar abgeben