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Humax PDR 9700 C – ein DVB-C Festplattenreceiver

Donnerstag, 31. Januar 2008 | Autor: admin

Humax PDR-9700C bei Amazon

Frustriert von den Erfahrungen mit der PC-Technik im Wohnzimmer habe ich mir mal so ein Humax-Kästchen ins Haus geholt. Eigentlich auch schon ein kleiner PC, mit richtiger Festplatte, und in der Software spielt die Musik!
Zunächst mal: das Angebot ist absolut dünn gesäht. Alle Hersteller scheinen sich auf die Geräte für Satellitenempfang zu konzentrieren, also DVB-S. Es gibt ein Gerät von Topfield, im Preis sogar etwas höher, mit mehr Möglichkeiten – für Bastler, so mein Eindruck. Es ist nicht zertifiziert für Premiere, also hab’ ich die Finger davon gelassen und den Humax ausgesucht, der diese Premiere (vermutlich eingetragenes Markenzeichen) – Zertifizierung mitbringt.

Basisfunktion

Ganz einfach, für jede Art des Fernsehempfangs benötigt man den entsprechenden Receiver incl. Tuner.
Normale Fernseher haben praktisch immer den Tuner für analoges Kabel- und Antennenfernsehen eingebaut. Modernere vielleicht auch für digitales Antennenfernsehen (DVB-T) oder gar digitales Satellitenfernsehen (DVB-S).
DVB-C steht also für digitales Kabelfernsehen, was in der Regel bessere Qualität als analoges Kabelfernsehen ermöglicht (in meinem Fall liegen Welten zwischen der Qualität – seit einer Umstellung z.B. des Senders SWR3 im hessischen Kabelnetz konnten wir diesen nur noch mit viel Schnee empfangen, die Hausanlage kam wohl nicht damit zurecht. Mit digitalem Fernsehen kein Thema. Alle Sender kommen gestochen scharf auf unseren Plasma-Fernseher).
Das hier vorgestellte Humax-Gerät ist also in erster Linie mal ein solcher Empfänger, der überhaupt erst ermöglicht, digitales Kabelfernsehen zu empfangen. Er ist sogar ein Twin- oder Doppeltuner-Empfänger. Damit kann man dann wie eigentlich gewohnt einen Sender anschauen und ein anderes Programm anschauen. Selbstverständlich ist das in der digitalen Welt leider nicht. Man benötigt also den Doppeltuner.
Leider sind ja heutzutage Programme teilweise verschlüsselt. Nicht nur Premiere, sondern auch Kabelbetreiber verlangen Geld für manche Angebote und schalten die mit der Benutzung einer Smartcard (Scheckkartenformat) frei.

Smartcards

Der Humax PDR 9700C hat zwei Aufnahmeschächte für solche Smartcards. In einen kann man eine Premiere-Karte oder eine Karte eines Kabelfernseh-Anbieters (getestet: iesy in Hessen) direkt einschieben. In den anderen kann man ein sogenannten CAM (conditional access module) einschieben, was wiederum dann einen Karteneinschub hat. Dies ist nötig für “Spezialkodierungen”, die das Gerät nicht im Werkszustand beherrscht. Eigentlich praktisch – negativ nur, daß das überhaupt alles so kompliziert sein muß. Die Verschlüsseling gängelt den Kunden hier genauso wie im Musikbereich das DRM (Digitales Rights-Management).
Ich bezahle für Fernsehen, Film, Musik und Kino und will weder andauernd im Vorprogramm sehen, daß Raubkopierer in den Knast kommen, noch mich mit CAM-Modulen herumschlagen. Aber das ist ein anderes Thema.

Timeshift und Co.

Jetzt die Sonderfunktionen des PDR-9700. Die Killerfunktion schlechthin in solchen Geräten: Timeshift. So einfach und logisch, daß man es nie missen möchte, wenn man es einmal hatte.
Es funktioniert ganz einfach und völlig ohne Einstellungen (zumindest bei diesem Gerät). Ganz gleich, welches Programm man gerade schaut, wenn man mal anhalten möchte, drückt man einfach die Pause-Taste. Ja, richtig gehört. Einfach das laufende Programm stoppen. Oder man hat gerade den wichtigsten Dialog verpaßt, weil es an der Tür geklingelt hat, der Hund laut bellt, und man zu nervös und langsam ist, schnell den Pause-Knopf zu drücken, dann drückt man eben auf zurückspulen und schaut die Stelle nochmals an.
Und was “zurück” geht, geht auch “vor”. An der Stelle sollte mal darauf hingewiesen werden, daß das Gerät nicht zaubern kann, sondern nur das gerade aktuell laufende Programm puffern kann, um beliebiges Navigieren darin zu erlauben, als handelte es sich um eine DVD.
Bei Werbung kann man somit auch vorspulen, aber nur, wenn die Werbung im laufenden Programm schon vorbei ist. Der Apparat kann nicht hellsehen!
Was tut man also? Man gewöhnt sich also daran, Sendungen, sagen wir mal Spielfilme, rechtzeitig vor Beginn auf Pause zu stellen und erst etwa 15 Minuten nach Beginn entsprechend zeitversetzt anzuschauen. Dann kann man in den Werbepausen wunderbar vorspulen.
Es ist also so, als hätte man die ganze Sendung auf Video aufgenommen. Nur ist es viel komfortabler und man muß nicht warten, bis die Sendung vorbei ist, bevor man anfangen kann, die Sendung zu schauen.
Das normale Aufnehmen von Sendungen geht natürlich auch. Auf Wunsch parallel zum normalen Live- bzw. Timeshift-Modus, wie oben schon gesagt.

Programmierung

Die Programmierung erfolgt dabei komfortabel über das sogenannte EPG (electronic programming guide). Er listet einfach alle Programme und Programminhalte, also Sendungen, in einer Matrix auf, in der man sich mit den Pfeilen bewegen kann. Man sieht Kurzinfos zu den Sendungen. Möchte man eine Aufnehmen, drückt man auf ok, und das war’s. Die Sendung steht dann nachher unter “Aufnahmen” zur Verfügung und kann beliebig oft angeschaut werden, natürlich wiederum incl. schneller vor-/zurück-Navigation, Standbild usw. Die Aufnahme erfolgt per Festplatte, also kein Jonglieren mit Bändern etc. nötig. Es gibt auch die Annehmlichkeiten wie direktes Aufnehmen der laufenden Sendung mit einem Tastendruck. Aufnahmen von regelmäßigen Sendungen usw.
Die eingebaute Festplatte reicht für viele Stunden. Einzig derjenige, der sich durch Aufnahmen ein Archiv heranzüchten will, also alle Filme behalten will, stößt mit solcher Technik an seine Grenzen. Für denjenigen sind ist die Kategorie der “Rekorder” sinnvoller, also früher der einfache Videorekorder, heutzutage das Pendant mit eingebautem DVD-Brenner. Ein Gerät mit Festplatte und Brenner gibt es meines Wissens nicht. Ebenso gibt es auch kein entsprechendes Gerät mit HDTV-Unterstützung. Wenn man also die als Topmodelle bezeichneten Receiver für hochauflösendes Fernsehen anschaut, dann stellt man leider fest, daß es kein Modell mit Festplatte gibt, das für Kabelfernsehen geeignet wäre.
Es gäbe noch viele Features des Humax aufzulisten, wie Bild-in-Bild-Anzeige, optischer Dolby-Digital-Ausgang, Videotext usw. Der Humax hat alles, was ich mir wünsche – das ist aber nicht so entscheidend in einer Situation, in der es tatsächlich noch kein Gerät gibt, daß alle Basisfunktionen beherrscht, die die Technik möglich macht. Wie gesagt, ein Receiver-Rekorder mit Festplatte, DVD-Brenner und HDTV-Fähigkeit sollte heutzutage kein Problem sein, gibt es aber leider nicht.
Das ist so, als gäbe es gerade Farbfernsehen und Videorekorder, aber noch keinen Rekorder, der in Farbe aufnimmt.

Preis

Die Preisvergleichdienste wie Idealo und Preisvergleich lassen den Preis bei etwa 240 EUR losgehen. Anbieter, die ich für seriös halte, kommen dann etwa 10-20 EUR teurer ins Spiel (z.B. T-Online, Misco, Amazon).
Interessant übrigens: der Humax PR-HD1000C ist etwa zum gleichen Preis zu haben. Dabei handelt es sich um einen HDTV-fähigen Kabelreceiver. Also, entweder komfortable Timeshift- und Rekorderfunktion (Festplatte) oder hochauflösendes Fernsehen. Wegen des doch sehr geringen Angebots für entsprechenden hohen Preis entscheide ich mich momentan gegen HDTV. Timeshift, wie gesagt, möchte ich dagegen nie mehr missen.
Wer jetzt glaubt, man könne ja den HDTV Receiver nehmen und einen schnuckeligen Rekorder dazu kaufen, der sei noch vor dem Kopierschutz HDCP gewarnt. Der ist Bestandteil des HDMI-Standards, d.h. über die HDMI-Kabelverbindung merkt der Receiver, ob ein Rekorder oder nur ein Abspieler (Plasmapanel, LCD-Fernseher) daran hängt. Der Sender, also z.B. Premiere, hat es in der Hand, eine Aufnahme zuzulassen oder zu sperren.

Kaufen

Hier kann man das Gerät denn nun auch käuflich erwerben.
Humax PDR-9700C bei Amazon

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Dovetailing the Long Tail – Part 2: Dovetailing

Mittwoch, 30. Januar 2008 | Autor: admin

Dovetailing is a method that is used in computer science, especially in algorithms. According to this algorithm various computations can be interleaved to simulate parallel processing of these computations. It can be used even if one or more of the computations are of infinite length.
To understand the principle, assume to be standing on a crossing with 4 roads, looking for an object that is located in one of the streets. Since the streets can be of (practically) infinite length, it is no option to search the first road until it ends, then the second road and so on. The solution could be to search the first 100 meters of road 1, then the first 100 meters of road 2, road 3, road 4, and then start again with the next 100 meters – so that 200 meters of each road would be searched. The search would not be efficient. It might be the most inefficient way to search, but it would work.
Now let’s assume that there are not only 4 roads but an infinite number of roads, which is even true in a way when we look at new roads starting from somewhere in the exsiting roads as roads starting from the crossing. There is no real difference. And again we assume that roads can be andless.
So the task is to search an object in an infinite number of roads with infinite length (one should get paid very well to do this…). The algorithm must be changed now. If we would have a look at road 1 first, then 2, 3, 4, 5 and so on (of course only the first 100 meters, otherwise we might not come back if one of the road is infinite), we never would be able to start with the next 100 meters. We would never come back to road number 1 if the number of roads is infinite.
The simple solution is as follows – and this is dovetailing:
Search 100m of road 1, then
search 100m+100m of road 1, then
search 100m of road 2, then
search 100m+100m+100m of road 1, then
search 100m+100m of road 2, then
search 100m of road 3, then
search 100m+100m+100m+100m of road 1, then
search 100m+100m+100m of road 2, then
search 100m+100m of road 3, then
search 100m of road 4, then
search 100m+100m+100m+100m+100m of road 1, then
search 100m+100m+100m+100m of road 2, then
search 100m+100m+100m of road 3, then
search 100m+100m of road 4, then
search 100m of road 5, then

This algorithm works. The efficiency depends on the costs that are involved when jumping from one line to the next one.

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Spock und Yasni

Dienstag, 15. Januar 2008 | Autor: admin

Wenn ich über Spock und Yasni, zwei relativ neue Internet-Dienste, schreibe, denke ich daran, was wohl Leute, die sich kaum mit dem Internet beschäftigen, dazu sagen würden. Sie wären vermutlich erstmal schockiert.
Spock und Yasni versuchen, Profile zu Personen aus im Internet verfügbaren Daten zusammenzustellen. Als Quellen fungieren natürlich Suchmaschinen, aber auch die vielen Social-Networking-Dienste wie Xing, Linked-In, MySpace, Facebook. Es ist klar, daß da eine ernorme Datenfülle vorliegt. Selbst bei nicht so im Internet präsenten Personen kommt da z.B. ein Amazon Wunschzettel zutage, von dem man nie angenommen hätte, daß man den erst als nicht-öffentlich konfigurieren muß. Als Weblog-Betreiber, Webseitenbetreiber und Freelancer, der also als Person auftritt und akquiriert, bin ich recht präsent im Web. Ich versuche jedoch darauf zu achten, daß immer nur die gleichen, und zwar von mir freigegebenen Informationen, verfügbar sind.
Diese habe ich mal hier bei Yasni gebündelt: Michael Mertens bei Yasni

Dies hat zur Folge, daß nun bei der Suche nach meinem Namen oben eine Zeile mit meinen freigegebenen Informationen erscheint, darunter der Wust von Suchergebnissen zu meinem Namen, von denen man aber nicht sagen kann, ob sie zu mir oder meinen Namensvettern gehören. Eigentlich so in Ordnung, trotzdem bleibt das mulmige Gefühl bei Yasni.

Thema: Web 2.0 | Beitrag kommentieren

Nieder mit IT

Donnerstag, 10. Januar 2008 | Autor: admin

Das hier vorgestellte Lied von Pigor & Eichhorn mit dem Titel “Nieder mit IT” spricht mir so richtig aus der Seele (siehe meine “About-Seite”).

Ein kleiner Auszug aus dem genialen Text, bezogen auf die heute leider typischen Inserate, die 0 EUR oder “gratis” als Preis angeben, mit einem kleinen Fussnotensternchen versehen:

Schon für 0 Cent telefonieren, für 0 Cent telefonieren!
soooo gross -
bloss -
darunter eine Fußnoten-Bleiwüste wüstester Begriffe,
deren Unentzifferbarkeit das menschliche Genom übertrifft.
Bekiffte Juristenkniffe in 3-Punkt-Schrift,
und ich muß mir das antun, bloss weil ich telefonieren will,
mich beschäftigen mit diesem Müll…

Hier der Link zum gesamten Text von “Nieder mit IT” auf der Website von Pigor und Eichhorn.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren